Frohes Neues… Oder: Lasset die Gehaltsverhandlungen beginnen…

Neues Jahr, neues Glück. Auch bei der Verhandlung um mehr Salär?

Ist der Jahresanfang wirklich die beste Zeit um eine Gehaltsverhandlung anzusetzen?

Es ist fast schon ein alljährlicher Gedanke, mit dem Jahreswechsel auch eine Lohnerhöhung anzustreben. Die positiven Vorsätze für das neu erreichte Jahr sind noch voller Eifer und bei vielen Angestellten entsteht auch die Überlegung nach einer Lohnverbesserung. Den berauschenden Jahresbeginn empfindet man ebenfalls perfekt für eine Verhandlung mit dem Oberhaupt, schließlich sind die Etats ja noch frisch, blühend und ausgeruht.

Doch ganz so einfach ist es nicht.

Damit Sie Ihrer Salär-Vorstellung endlich näher kommen, sollten Sie einige grundlegende Prinzipien beachten. Wir verraten Ihnen in unserem heutigen Artikel die optimalsten Tipps für Ihre erfolgreiche Lohnverhandlung.

Das gestartete Jahr verlockt selbstverständlich dazu, dem Entscheidungsträger wegen einer Gehaltserhöhung auf den Zahn zu fühlen. Bedeutend gewinnbringender werden Ihre Verhandlungen, wenn Sie ihn im Anschluss, etwa nach einer erfolgreichen Durchführung eines Projekts darauf ansprechen – so ist die Erinnerung an Ihr Potenzial noch gegenwärtig. Sie können sich aber natürlich auch mit den Verhandlungen bis zum Mitarbeitergespräch gedulden, in dem Sie ohnehin Ihre Leistungen reflektieren und die Frage nach einer Gehaltserhöhung in jedem Fall berechtigt wäre. Unabhängig davon zu welchem Zeitpunkt Sie sich dazu entscheiden dieses sensible Anliegen anzusprechen, folgende Spielregeln sollten Sie unbedingt einhalten:

Leistungen und Erfolge sind alles was überzeugt!

Ihr Salär orientiert sich nur an Ihrer persönlichen, reinen Leistung. Deshalb erörtern Sie in der Verhandlung lediglich mit persönlichen Erfolgen, welche Sie im günstigsten Falle auch nachweisen können. Unterlassen Sie es, sich mit anderen Kollegen zu vergleichen, denn so bekommt Ihr Gegenüber das Gefühl, dass es Ihnen nur um den eigenen Vorteil geht. Dies könnte außerdem Ihrer Loyalität der Firma gegenüber Zweifel auslösen.

Die Wertschätzung Ihres Leistungspotentials!

Bevor Sie in die Verhandlung ziehen, ermitteln Sie Ihren Marktwert, so können sie den Spielraum Ihrer Forderung besser einschätzen. Hören Sie sich diesbezüglich in Ihrer Branche um und vergleichen was Kollegen in anderen Betrieben für eine ähnliche Leistungen gezahlt bekommen. Unvorbereitet in eine Verhandlungen zu gehen, ist ein Risiko nicht nur für Ihren persönlichen Erfolg, sondern Sie wirken plötzlich auch nicht mehr, wie der gut informierte Leistungsträger der eine Gehaltserhöhung verdient hat.

Schildern Sie Ihre Zielsetzung!

Unterlassen Sie ungenaue Formulierungen in diktatorischen Zahlen. Ob die Gehaltsverhandlung gewinnbringend verläuft, hängt unter anderem von Ihrer eigenen Selbstsicherheit, Ihrem Eröffnungsangebot und einer möglichst konkreten Zahl ab. Wer einen präzisen Preisvorschlag macht, wirkt informierter und überzeugter. Wenn Sie nun noch eine krumme Zahl verlauten lassen, bekommt Ihr Chef das Gefühl, dass Sie Ihren Marktwert kennen und verkleinern somit seinen Verhandlungsspielraum.

Offerieren Sie einen relevanten Vorschlag

In der Verhandlung mit Ihrem Firmenchef sollten Sie zum einen klar und bestimmt miteilen, was Sie möchten, jedoch zum anderen sollte Ihre konkrete Forderung gemäßigt und adäquat sein. Steckt das Unternehmen gerade in einer schwierigen Phase, wären Sie besser beraten keine übertriebene Gehaltserhöhung zu verlangen. Sollten Sie die Forderung einer Erhöhung in einer aggressiven, beziehungsweise drohenden Art vermitteln, so bewirken Sie eher das Gegenteil. Zeigen Sie sich flexibel und loyal mit einem Entgegenkommen und schlagen Sie doch eine Staffelung oder vielleicht zunächst mal nur einen Bonus vor.

Absolute No-Gos für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Erstes Angebot direkt akzeptieren: Gehen Sie nicht auf das erste Angebot ihres Chefs ein, denn dieser erste Vorschlag wird natürlich nicht der Beste sein. Aber es ist immerhin ein Signal zur Verhandlungsbereitschaft. Diese Situation sollten Sie nun gekonnt für sich nutzen.

Kundgebung an Ihre Kollegen: Hat Ihre Gehaltsverhandlung ein positives Ende genommen, sollten Sie gegenüber Kollegen schweigen und ihren Erfolg im Stillen zelebrieren. Durch Kundgebung an Ihre Kollegen, wird das Betriebsklima durch Neid unnötig belastet. Erschwerend kommt hinzu, dass Sie damit auch Ihren Chef verärgern und sein Vertrauen unterwandern, logischerweise würden Sie sich so eine nächste Lohnverhandlung vermasseln.

Bedürfnisse rechtfertigen:  Es ist nicht die Aufgabe Ihres Vorgesetzten, Ihnen ein leichteres Leben zu ermöglichen, er bezahlt Sie zu guter Letzt nur für Ihre Leistungen. Rechtfertigen Sie keinesfalls Ihre Bedürfnisse in den Gehaltsverhandlungen, beziehungsweise erzählen Sie Ihrem Gegenüber nicht direkt, warum Sie eventuell mehr Geld benötigen.

Fazit:

Ob Sie eine Gehaltserhöhung im neuen Jahr beabsichtigen oder zu einem anderen (hoffentlich passenden) Zeitpunkt; Fakt ist: Sie brauchen eine überlegte und strukturierte Vorgehensweise, eine klare Kommunikation und im besten Falle begründete Argumente, nachweißbar durch geleistete Ziele oder Projekte. Diese Ziele sollten natürlich auch ein Gewinn oder Vorteil für das Unternehmen positiv beeinflusst haben.

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