Wenn Sie die Gesundheit ihres Mitarbeiters wertschätzen, lassen Sie ihn nicht arbeiten wenn er krank ist.

Wenn Sie die Gesundheit ihres Mitarbeiters wertschätzen, lassen Sie ihn nicht arbeiten wenn er krank ist.

Digitale Lösungen machen es möglich, dass wir bei Unwohlsein von zu Hause aus arbeiten können, aber das heißt nicht wirklich, dass wir dies unbedingt tun sollten.

Die heutige IT-Entwicklung bietet immer mehr Möglichkeiten von zu Hause aus zu arbeiten. Theoretisch gehören dadurch die Krankheitstage der Vergangenheit an. Doch bitte denken Sie jetzt nicht, dass Sie als Arbeitgeber somit auf lange Sicht einen „robusteren“ Mitarbeiter haben.
Ein Mitarbeiter wird krank und dieser soll sich zuhause auskurieren, aber anstatt sich wirklich auf die Erholung zu konzentrieren, arbeitet er immer noch. Egal, ob er Dokumente liest, Anrufe tätigt, durch das CRM surft oder E-Mails checkt. Der Mitarbeiter beteiligt sich immer noch am Arbeitsalltag des Unternehmens.

Ist das wirklich eine gute Sache oder ein Vorteil für Ihr Unternehmen?

Einerseits profitieren Unternehmen davon, wenn der Mitarbeiter von zu Hause arbeitet, weil dieser so keine Keime verbreitet. Quasi eine selbst auferlegte Eindämmung von Krankheitserregern. Außerdem verliert Ihr Unternehmen nicht die gesamte Produktivität, welche es einbüßen würde, wenn die Mitarbeiter überhaupt nicht verfügbar wären. Wenn kranke Mitarbeiter zu Hause bleiben, werden auch zwischenmenschliche Konflikte mit gesunden Mitarbeitern vermieden, denn wer will sich schon anstecken. Alles in allem scheint diese Variante von Vorteil für alle zu sein.

Aber es gibt erhebliche Nachteile an dieser „digitalen Möglichkeit“

Für den Angestellten ist es eine Gratwanderung zwischen Genesung und Arbeitsdruck trotz Krankheit im Home Office zu arbeiten. Wenn die Möglichkeit besteht, krank im Home Office zu arbeiten, erhöht sich der Druck auf die Arbeitnehmer automatisch. Ist er wirklich so krank, dass er ins Bett gehört oder kann er nicht noch ein paar Stunden im Home Office arbeiten? Solche Fragen könnten dem Erkrankten die Entscheidung schwer machen, sich auszuruhen. Schwierig wird es dann, wenn Chefs von Arbeitnehmern verlangen trotz eines Krankheitsfalls im Home Office zu arbeiten. Diese Entscheidung sollte ganz allein bei dem Erkrankten liegen.

Negativ-Prozesse

Wenn ein erkrankter Arbeitnehmer aber durch diese Sorgen sein schlechtes Gewissen antreiben lässt, erholt er sich möglicherweise nicht so schnell, weil er sich nicht wirklich ausruht und weil die Angst selbst sich als zusätzliche körperliche Belastung manifestieren kann. In einem noch größeren Zusammenhang verlieren andere Mitarbeiter die Möglichkeit, über sich selbst hinaus zu wachsen und zu zeigen was sie bewältigen können, wenn gerade ein Kollege wegen Krankheit fehlt. Dies kann Auswirkungen darauf haben, wie das Management die personellen Möglichkeiten des Unternehmens einschätzt. Ebenso kann der Arbeitsprozess ebenfalls schwieriger für Ihre Kollegen sein, da keine Erfahrung gewonnen wird, reibungslos umzuschalten, wenn eine Schlüsselfigur im Team wegen Krankheit komplett ausfällt.

Wie krank ist er eigentlich?

Arbeitnehmer hatten solche Ängste schon immer zu einem gewissen Grad und entschieden sich trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen. Aber jetzt, wo Technologien unbestreitbar ein normaler Teil des Alltags geworden sind, verändert sich auch diese Denkweise, anders hingegen der Zeit als man sich einfach vom Büro trennte. Während wir früher eine Schwarz-Weiß-Wahl hatten oder bleiben mussten, gibt es jetzt einen schlammigen Mittelweg, den es vor einigen Jahrzehnten nicht gab. Und so stellt sich jetzt nicht mehr die Frage ob er krank ist, sondern ob er zu krank ist.

Fazit:

Die Herausforderung liegt für Arbeitnehmer darin, die eigenen tatsächlichen Möglichkeiten trotz Infekt realistisch einzuschätzen. Es ist wichtig, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Erkrankungen ernst nehmen und die Genesung in den Vordergrund stellen. Wenn es den Personen möglich ist, eine passende Balance zu finden, könnte Home Office für Arbeitnehmer, welche sich nicht hundertprozentig fit fühlen, tatsächlich eine Entlastung darstellen.

 

 

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