Wenn der Stress im Job zum Statussymbol wird

Sind wir beruflich wirklich so gestresst wie wir es vorgeben zu sein? Eine Studie von „Havas Worldwide“ lässt daran zumindest erhebliche Zweifel aufkommen. Zum Thema Stress im Job wurden über 10.000 Menschen in mehr als 28 Ländern befragt.

Je nach Altersgruppe gaben 25 bis 50 Prozent der Befragten an, öfter gestresster zu tun, als sie es tatsächlich sind. Die Gruppe der „Millenials“ (Jahrgang 1977 bis 1998) ist für das „vorgebliche“ gestresst sein besonders anfällig. Von ihnen stimmten 51 Prozent der Aussage zu: „Ich gebe manchmal vor, gestresster zu sein, als ich bin“.
Bei den „Baby Boomern“ (Jahrgang 1946 bis 1964) stimmten hingegen nur 26 Prozent dieser Aussage zu. Hier scheint die Kunst der Muße noch einen höheren gesellschaftlichen Stellewert zu haben.
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zeigt sich Zeitmanagement-Coach Cordula Nussbaum von den Ergebnissen der Studie wenig überrascht: „In unserer Gesellschaft sind wir extrem auf Leistung gepolt, da dürfen Angestellte natürlich niemals durchleuchten lassen, dass sie nicht 180 Prozent Gas geben. Wenn diese Menschen dann auch noch das Damokles-Schwert des drohenden Jobverlusts über sich spüren, dann geben sie schon aus reinem Selbstschutz vor, mehr zu tun, als sie wirklich leisten“.
Objektive Stressfaktoren sollten trotz dieser Aussagen allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Wer über Smartphone, Laptop und mobiles Internet verfügt, von dem wird mittlerweile eine dauerhafte Erreichbarkeit erwartet. Hier kommt der Begrifflichkeit „auch mal Abschalten zu lernen“ eine doppelte Bedeutung zu.

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